Politischer Abend des Stadtelternbeirats der städtischen Kindertagesstätten

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Sebastian Rutten, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung, hat am 03.02.2026 am politischen Abend des Stadtelternbeirats der städtischen Kindertagesstätten mit Eltern und politischen Wettbewerbern diskutiert. In einem spielerischen Format wurden den Parteien 16 Fragen zu Finanzen, Fachkräftemangel, Inklusion und der „idealen Kita“ zugelost – je schwieriger die Frage, desto mehr Punkte. Am Ende gab es Platz 1 mit 700 Punkten!

Inhaltlich setzte Rutten mehrere Schwerpunkte:

1. Finanzen und Prioritäten
Frühkindliche Bildung ist für die FDP keine beliebige „Freiwilligkeitsleistung“, sondern eine zentrale Pflichtaufgabe der Stadt. Deshalb hat Sebastian Rutten klar gemacht, dass für die FDP die Grenze bei Einsparungen dort verläuft, wo Verlässlichkeit, Gruppengrößen und Qualitätsstandards gefährdet werden. Statt bei Kitas und Schulen anzusetzen, will die FDP andere Ausgabenblöcke und Doppelstrukturen kritisch prüfen und Projekte mit geringem Nutzen in Frage stellen. Gleichzeitig wirbt sie für mehr Transparenz: Eltern sollen nachvollziehen können, wofür Kita-Beiträge und Essensgelder eingesetzt werden, etwa durch verständliche Übersichten.

2. Fachkräfte gewinnen und halten 
Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Wiesbaden als Arbeitgeber für pädagogische Fachkräfte attraktiver werden kann. Rutten betonte, dass Bezahlung und Arbeitsbedingungen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die FDP will starre Vorgaben lockern, die Träger daran hindern, bessere Gehälter oder Zusatzleistungen anzubieten, und setzt auf den Ausbau von Kita-Assistenzen, um Fachkräfte von einfachen Tätigkeiten zu entlasten. Ausbildung, Mentoring und Fortbildungen sollen praxisnäher organisiert werden – mit Vertretungsreserven und kluger Planung, damit die notwendigen Schulungen nicht ständig zu Gruppen¬zusammenlegungen und gekürzten Betreuungszeiten führen.

3. Ideale Kita: Verlässlichkeit, Nähe und Qualität
Bei den Fragen zur „idealen Kita“ stellte Sebastian Rutten die Verlässlichkeit für Familien und die Nähe zum Lebensumfeld der Kinder in den Mittelpunkt. Ziel der FDP ist eine Betreuungsplatz-Garantie für jedes Kind bei gleichzeitig möglichst wohnortnaher Vergabe. Ein modernes, digitales Vergabesystem soll Kriterien wie Wohnort, Geschwisterkinder, spätere Grundschule und besondere Bedarfe transparent abbilden. Fortbildungs- und Organisationszeiten des Personals hält die FDP für unverzichtbar, fordert aber, dass dafür strukturell Zeit und zusätzliche Kapazitäten eingeplant werden, statt dies regelmäßig über Schließungen und verkürzte Öffnungszeiten aufzufangen.

4. Chancengleichheit und Inklusion im Alltag  
Im Themenblock Chancengleichheit und Inklusion hat Rutten betont, dass Inklusion nur dann gelingt, wenn die Unterstützung rechtzeitig und verlässlich in den Gruppen ankommt. Die FDP will die Verfahren zur Bewilligung von Assistenzleistungen straffen, die gesetzlichen Fristen ernst nehmen und Zuständigkeiten klarer regeln. Zugleich setzt sie auf den Auf- und Ausbau qualifizierter Inklusionskräfte, die als vollwertige Mitglieder der Teams arbeiten und nicht nur als „Anhängsel“ einzelner Kinder. In Gruppen mit hohem Unterstützungsbedarf sollen Personalschlüssel und Ressourcen angepasst werden, damit Inklusion nicht zur Überlastung der Erzieherinnen und Erzieher führt.

Mit diesem Abend hat die FDP deutlich gemacht, dass ihre Schwerpunkte im Kita-Bereich bei Verlässlichkeit für Familien, besseren Rahmenbedingungen für Fachkräfte, transparenter Finanzierung und einer alltagstauglichen Inklusion liegen. Die gewonnenen Rückmeldungen des Stadtelternbeirats fließen in die weitere Fraktionsarbeit – von Haushaltsentscheidungen bis zur Ausgestaltung von WIKITA und personellen Standards in den Kitas.